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Absender Thema: Netzwerkumgebung Win98, ME zickt
Gast
02.09.2004
Sie haben ein Netzwerk mit Windows-Rechnern (zumindest Windows 98 und Windows ME ist betroffen).

Fehlerbeschreibung:

Sie greifen ganz normal über die Netzwerkumgebung auf Freigaben in Ihrem Netzwerk zu, meist gehts am Anfang noch gut, aber je öfter Sie zugreifen und je mehr Dateien in den Ordnern sind, auf die sie zugreifen, mit umsomehr Verzögerung reagiert Ihr Netzwerk. Dabei beobachten Sie hektische Netzwerkaktivität (Lämpchen der Netzwerkkarte flackert minutenlang). Manchmal beruhigt sich das Chaos wieder, manchmal müssen Sie mit Ctrl-Alt-Delete das offene Fenster auf dem anderen Rechner "abschießen". Sobald Sie das getan haben, hört in der Regel die Störung auf.

Mit einem Netzwerksniffer (Ethereal) haben Sie hektische Betriebsamkeit zwischen den TCP-Ports 139 und 1025 zwischen den beiden Rechnern beobachtet.

Was ist los:

Das Chaos kommt daher, daß Ihr Windows-Netzwerk über TCP/IP läuft (das soll sogar so sein), und die Rechner nun wie wild versuchen, eine Namensauflösung ihres Gegenübers zu machen, die scheitert, weil Sie keinen DNS-Server haben und auch keinen brauchen. Übliche schwachsinnige Windows-Probleme.

Abhilfe:

Im Windows- Verzeichnis (meist C:\Windows ) gibt es eine Datei namens HOSTS.SAM . Öffnen Sie diese mit einem normalen Editor (Start --> Programme --> Zubehör --> Editor). Dort ist meist nur ein gültiger Eintrag vorhanden, etwa:

127.0.0.1 localhost

Finden Sie nun am besten alle, mindestens aber die IP-Adressen und Namen der problematischen Rechner heraus und tragen Sie sie hier ein, meist in etwa:

192.168.1.3 meinpc
192.168.1.5 meinnotebook.

Dann einfach die Datei speichern.

Sie sehen, daß die Namensauflösung nun klappt, wenn Sie unter Start --> Ausführen --> sinngemäß etwas ein wie "ping meinnotebook" eingeben und dann trotzdem die Pings klappen, einfach weil Ihr Rechner nun weiß, wer sich hinter meinnotebook verbirgt und den Namen selbst auf 192.168.1.5 übersetzt.

Fragt sich nur, welche Idioten bei Microsoft das so eingerichtet hat, da bestimmt hunderte Netzwerke in kleinen privaten Netzen das Problem haben.

Stichworte:

Netzwerkumgebung, langsam, friert ein, Netzwerkumgebung, Windows 98, Windows 98SE, Second Edition, Freigabe, Verzögerung, Netwzerkzugriff, Windows-Netzwerk, Netzwerk, Heimnetzwerk, Überlastung, Blockade.


ande
02.09.2004
Ach ja: Eine leichte Abhilfe ist unter Umständen möglich, wenn Sie nicht über die Netwzerkumgebung auf die Freigabe zugreifen, sondern über "Extras --> Netzlaufwerk verbinden" im Explorer einen Laufwerksbuchstaben zuordnen, der dann auf die freigegebene Ressource zeigt, in etwa:

N: --> \\meinnotebook\meinefreigabe

Komischerweise muß dann weniger aufgelöst werden...
 

Stand: 29.07.2010, 20:45:40 Uhr (30 ms)