Mondmission: Was für ein Unsinn

Zur Zeit sind gerade wieder sagenhafte Projekte im Angebot: Sonnenstrom aus der Wüste und weitere Flüge zum Mond.

Warum Großprojekte in der Wüste vom Big Business bevorzugt werden ist klar: Bei Solarkraftwerken auf allen Dächern und vor allem Kraft-Wärme-Kopplung in allen Kellern verdient Siemens viel weniger. Da wird lieber für teures Geld Kupfer für die Kabel verbraten in denen ein guter Teil der Leistung verheizt wird.

Noch abstruser scheint mir der Flug zum Mond. Eines Tages würden wir den Mond besiedeln. Ohne Sauerstoff-Atmosphäre? Ständig in irgendwelchen Röhren eingesperrt? Oder soll die Atmosphäre dort erst noch geschaffen werden? Indem wir Sauerstoff, Stickstoff hier von der Erde wegnehmen? Und dann ist die Schwerkraft so schwach, daß wir sogar die Atmosphäre langsam wieder an den Weltraum verlieren würden…

Ich habe einen anderen Vorschlag:

Nehmen wir sagen wir 100 Hektar in der Wüste. Und nun bitteschön liebe Großindustrie, beweist uns doch mal wieviele Menschen dort leben könnten, und zwar energie- und ressourcenautark. Das heißt:

Das war noch einfach.

Aber jetzt kommts:

Denn so wären die Bedingungen beim Besiedeln des Monds auch.

Wenn das Experiment glückt, und nur dann – müssen wir uns an die Frage machen wie wir zusätzlich noch mit 1/6 Schwerkraft und ohne Atmosphäre auskommen, uns vor elektromagnetischer Strahlung und Mini-Meteoriten schützen.

Aber wenn das Experiment glückt, würde das Reservat vielleicht “nebenbei” so viel Energie (in Kompensation der angelegten Energiekosten für den Transport zum Mond, siehe oben) produzieren, daß nebenbei die halbe Welt mit Energie versorgt werden kann.

Und dann hätten wir nebenbei das was Desertec erreichen will.

Hier habt Ihr mal Eure Hausaufgaben, Großindustrie, für die nächsten 100 Jahre.

Und dann müßt Ihr auch noch sagen wovon dieser Luxus erarbeitet werden soll.


Andreas Delleske am 28. Juli 2009, 13:18


Testbetrieb der von
Stefan Auchter und mir entwickelten, neuen Schliessanlage im Haus 037