Wo im Haus am besten Energie sparen
Die folgende Anfrage hatte ich auch mal beantwortet:
Was den Strom angeht:
- Wasser nicht mit Strom erwärmen, sondern lieber mit Gas (Das ist das wichtigste Grundprinzip) oder Solarwärme und Holz.
- Eventuell einen Warmwassereingang an der Waschmaschine anbringen (aber trotzdem nicht zu heiß anfangen) – der aber nur beim ersten Befüllen aktiv ist, nicht beim Spülen.
- Geschirrspüler komplett an Warmwasser anschließen. Auch hier sollte das Wasser dafür nicht zu heiß sein (unter 55 Grad)
- Standbyverbraucher mit Steckdosenleisten mit Schalter abschalten, wenn man sie nicht braucht (auch wichtig). – Geräte kaufen die dann nicht alles vergessen.
- Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen (das rechnet sich am schnellsten)
- Noch wichtiger: Die sogenannten Deckenfluter (Schalen die nach oben strahlen) als erstes durch Leuchtstoffröhren oder Ähnliches ersetzen
- Auch die Halogen-Niedervoltleuchten sind längst nicht so energiesparend wie behauptet und eher so schlecht wie Glühbirnen
- Ein Fernseher mit LCD sollte auch weniger Strom verbrauchen als ein Röhrengerät
- Die Heizungspumpe der Zentralheizung nur im Winter anmachen, nicht auf die höchste Stufe stellen sondern lieber die Vorlauftemperatur erhöhen wenns mal nicht reicht, mehrere Heizkörper auf “3” anmachen und nicht nur einen auf “5”.
Es ist richtig, daß Leuchtstoffröhren (Energiesparlampen) manchmal als “häßliches Licht” wahrgenommen werden. Das ist vor allem bei den billigen Energiesparlampen der Fall, außerdem haben verschiedene Hersteller verschiedene Lichtfarben (Weißtöne).
Leider gibt es nicht viele schöne, lange Leuchtstoffröhren für den Wohnbereich. da habe ich mir zum Teil mit indirektem Licht (aber Leuchtstoffröhre) geholfen. Wo ein Wille ist, ist ein Weg.
Wo kann man noch sparen:
- Tür- und Fensterschlitze, Fugen zum Ausstieg zum Dachboden (!) abdichten aber nicht vergessen, auch im Winter ca. 5mal am Tag “durchzulüften”.
- Kellerdecke selbst mit Styropor dämmen (vergleichsweis billig, 6 bis 10 cm)
- Im Klo Warmwasser abdrehen, nur mit Kaltwasser Hände waschen.
- Zirkulationspumpe der Warmwasserzirkulation nur von 6 bis 22 Uhr laufen lassen (Schaltuhr)
- Raumtemperatur auf 20 Grad begrenzen.
- Räume, die man selten benutzt aber regelmäßig, mit einem Zeitschaltuhr-Thermostatknopf versehen (Baumarkt) der automatisch rechtzeitig vor Beginn der Nutzung heizt.
- Elektrogeräte der “Effizienzklasse A” kaufen, das rechnet sich immer, vor allem beim Kühlschrank!
- Gefrierschränke in kühle Räume stellen
Es gibt jede Menge Tips, da bräuchte ich eine ganze Weile.
Für Hausbesitzer gibt es dann noch die Vor-Ort-Energiesparberatung des BAFA (Bundesamt für Außenhandel), da ist das halt untergebracht:
www.bafa.de/1/de/aufgaben/energie/energiesparberatung.php
Sehr zu empfehlen, da dort die Qualität stimmt: Die Berater sind recht strengen Regeln und Kontrollen unterworfen, die größtenteils Sinn machen.
Andreas Delleske am 26. Januar 2007, 14:50