Testbericht Digitaler Bilderrahmen Hama 55315
Unter “digital picture frame” und der Artikelnummer 55315 führt der deutsche Hersteller Hama einen digitalen Bilderahmen mit 8 Zoll Bildschirmdiagonale. (EAN-Code 4007249553157)
Die Daten faszinieren: 800 × 600 Pixel Auflösung sind anderswo fast kaum zu haben, man kann mehrere verschiedene Speicherkarten einstecken (Compact Flash I + II, SD, MiniSD, MMC, MD…) das Ding kann sogar Musik abspielen (MP3) – über zwei kleine eingebaute Lautsprecher, sogar ein Fernsehbild und Audiosignale können über eine Klinkenbuchse und mitgeliefertes Kabel nach außen weitergegeben werden. Hätte ich jetzt nicht erwartet.
Der Preis, z.B. bei MIX Computer, von 124 EUR (Anfang August 2007) ist mehr als attraktiv. Hier Preise bei geizhals.at/de
Hält der Photorahmen, was er verspricht?
Optisch:
Der Rahmen ist im positiven Sinne schlicht, das Gerät ist auch nicht zu dick, es gibt einen Fuß zum Ausstellen nach hinten, der Rahmen kann also frei stehen. Aufhängbar dank zweier eingebauter Löcher zum Aufhängen an Wandschrauben.
Bei mir ist das Gehäuse hinten schwarz, nicht grau wie es hier aussieht:
Das Bild ist tatsächlich recht groß (Diagonale 20,1 cm) und auch recht hell. Die Farben sind OK, fast etwas zu stark – wie mans runterregeln kann hab ich noch nicht herausgefunden.
Bedienung:
Das On-Screen-Menü ist in englisch, aber logisch aufgebaut und nicht zu komplex. Man kann dennoch Überblendarten wählen, die “fade”- Option ruckelt jedoch etwas, auch wenn man nur 800 × 600 Pixel-Bilder anzeigen läßt – also das Gerät nicht erst herunterrechnen muss.
Auf 800 × 600 Pixel herunterrechnen sollte man schon, um Speicherplatz zu sparen und daher mehr Fotos auf eine Speicherkarte zu bekommen.
Kapazität:
Gut ist die 800 × 600 Auflösung auch deshalb, weil viele Kameras genau dieses Seitenverhältnis von 3:4 haben. Ein JPG mit Qualitätsstufe 80% und 800 × 600 Ausflösung hat ca. 100 kByte. Eine 1 GB-Karte für 17 EUR sollte also 10.000 Bilder speichern können. Das sollte lange reichen, wenn man jedes Bild nur 5 Sekunden ansieht reicht das für fast 14 Stunden dauernde Shows…
Oder 5000 Bilder und 8 Stunden Musik?
Der Gerät steht üblicherweise in “Landscape”- Orientierung, es ginge aber auch als “Portrait”. Es dreht jedenfalls Bilder, die mit einer anderen Orientierung auf dem Speichermedium liegen, nicht von selbst um. Es gibt einen Knopf auf der Fernbedienung, mit dem man (neben einem digitalen Zoom) auch einzelne Bilder drehen kann, aber die Einstellung ist vergessen wenn man das Bild zum zweiten Mal anzeigt. Vermutlich gibt es aber eine Information im JPG wie das Bild orientiert ist, denn: manchmal klappts doch und das hochkant stehende Bild wird verkleinert mit schwarzem rechten und linken Rand angezeigt. Muss ich noch weiterforschen ;-)
Nicht so doll:
Funktioniert anders als angegeben nicht am Mac (OS 10.4.10) – wenigstens das eingesteckte Speichermedium sollte sich auf Mac OS’ Desktop zeigen. Es heißt ja “Auch als Kartenleser für PC verwendbar”. Man muß sich also einen externen Kartenleser besorgen. Das Mac OS X erzeugt für jede Datei immer eine “shadow”- Datei die mit einem Punkt und Untersrich beginnt. Dies bringt das Gerät zwar nicht ganz aus dem Tritt, so erscheint aber in der Vorschau im Gerät jedes zweite Bild als “Not valid”. Immerhin: Man kann in der Vorschau alle Bilder oder Dateien einzeln markieren und dann im Gerät löschen.
Das Gerät kann zwar JPG-Bilder anzeigen und sogar automatisch auf die 800 × 600 Bilder verkleinern – aber kein “Progressive”-Format!
Obwohl eine USB-Buchse für einen Stick am Gerät ist (und eine kleine USB-Buchse für das Kabel zum PC) kann er bei mir nicht von einem 2GB USB-Stick, formatiert mit VFAT16, lesen. Es kommt nur ein schwarzer Schirm “Not supported”. Hier wäre Nachbesserungsbedarf: Man will wissen warum es nicht funktioniert, wo doch ein Steckplatz ist und die Werbung es verspricht
Immerhin bringe ich dann eine Compact Flash-Disk (richtige Festplatte, IBM Microdrive) von 1 GB zum Laufen, der Bildschirm flackern ein bißchen solange auf Disk zugegriffen wird aber die Disk zieht auch viel Strom. Besser man verwendet eine Flash-Karte, was aber auch heute Standard ist.
Nice to have:
Toll wäre, wenn man PNG-Grafiken und vielleicht auch GIF darstellen könnte, denn bei grafischen Inhalten (Werbetexte) können die JPG-Artefakte unter Umständen nerven.
Toll wär auch, wenn man die Darstellungszeit der Bilder “stufenlos” wählen könnte und wenn Bilder mit den unpassenden Orientierung (Landscape, Portrait) automatisch gekippt werden könnten.
Mehr folgt nach…
Ich teste weiterhin und schreibe hier weiter, wenn sich was ergibt… bei mir wird das in Dauerbetrieb gehen da ichs als eine Art Werbeplattform brauche.
Noch ein paar Daten:
- mit integriertem Kartenleser für alle gängigen Speicherkarten
- USB-Anschluss für USB-Speicher und zum Druck der Bilder über einen PictBridge Photodrucker
Aber: USB-Speicher hat bei mir noch nicht funktioniert!
- Diashow-Funktion
- 8,0” TFT mit 800 × 600 × 3 (RGB) Pixel
- Lichtstärke: 350 cd/m²
- Kontrast: 400:1
- unterstützte Bildformate: JPG, JPEG, BMP (8k x 8k)
- unterstützte Videoformate: AVI, MPEG 1, Motion JPEG, MOV
- AV-Ausgang über 3,5-mm-Klinkenstecker
- integrierte Lautsprecher
- auch als externer USB 2.0 Kartenleser am PC verwendbar
- inkl. Infrarot-Fernbedienung, USB Kabel und Netzteil
- Maße: 235 × 165 × 45 mm
- Gewicht: 850 g
Andreas Delleske am 13. August 2007, 12:56