14 Charakteristika von Faschismus
Vierzehn Charakteristika des Faschismus
Von Dr. Lawrence Britt – Übersetzung Andreas Delleske
aus: Free Inquiry
Dr. Lawrence Britt hat die faschistischen Regimes von Hitler (Deutschland), Mussolini (Italien), Franco (Spanien), Suharto (Indonesien) und verschiedene lateinamerikanische Regimes untersucht. Britt fand 14 definierende Charakteristika in allen:
1. Ein starker und fortschreitender Nationalismus: Faschistische Regimes neigen zur konstanten Verwendung patriotischer Motti, Slogans, Lieder und anderer Randerscheinungen. Überall sieht man Flaggen, als Symbole auf der Kleidung und auf öffentlichen Bekanntmachungen.
2. Geringschätzung der Anerkennung der Menschenrechte: Aus Angst vor einem Feind und dem Wunsch nach Sicherheit sind die Völker in faschistischen Regimes überzeugt daß die Menschenrechte in bestimmten Fällen – bei “Notwendigkeit” – ignoriert werden können. Die Menschen neigen eher in die andere Richtung oder verteidigen sogar Folter, Massenexekutionen, Todesstrafe, lange Inhaftierung von Gefangenen etc.
3. Feinde und Sündenböcke werden als vereinigender Grund gefunden: Die Menschen werden in eine alles vereinnahmende patriotische Ekstase getrieben vor dem Hintergrund einer wahrgenommenen Bedrohung oder eines Gegners: Rassische, ethische oder religiöse Minderheiten; Liberale, Kommunisten, Sozialisten, Terroristen etc.
4. Vorherrschen des Militärs: Sogar wenn es tiefgreifende Haushaltsprobleme gibt, erhält das Militär einen unverhältnismäßig hohen Anteil Regierungsgelder – Haushaltsprobleme werden vernachlässigt. Soldaten und Militärdienst werden verherrlicht.
5. Ungezügelter Sexismus: Die Regierungen faschistischer Länder sind fast ausschließlich männlich dominiert. Unter faschistischen Regimes werden die traditionelle Geschlechterrollen rigider. Scheidung, Abtreibung und Homosexualität werden unterdrückt und der Staat präsentiert sich als der größte Schützer der Institution Familie.
6. Gesteuerte Massenmedien: Manchmal unterstehen die Medien direkt der Regierung, in anderen Fällen werden die Medien indirekt durch gesetzliche Vorgaben gelenkt oder durch populäre Mediensprecher und Beamten. Zensur ist besonders in Kriegszeiten sehr verbreitet.
7. Zwanghafte Beschäftigung mit nationaler Sicherheit: Die Regierung setzt Angst als Motivationswerkzeug für die Massen ein.
8. Religion und Regierung sind ineinander verwoben: Regierungen faschistischer Länder neigen dazu, die am meisten verbreitete Religion dazu zu benutzen um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Religiöse Rhetorik und Terminologie ist verbreitet unter den Regierungsführern, sogar wenn die fundamentalen Grundsätze der Religion sich in diametralem Kontrast zum Handeln oder der Politik der Regierung befinden.
9. Die Macht der Konzerne wird geschützt: Die Geschäfts- und Wirtschaftsaristokratie einer faschistischen Nation sind oft diejenigen, die die Regierungsführer ins Amt bringen – sie bilden gegenseitig nützliche Wirtschafts- und Regierungsbeziehungen und eine Machtelite heraus.
10. Die Macht der Arbeit wird unterdrückt: Weil die organisierte Macht der Arbeiter die einzige Bedrohung eines faschistischen Staates ist werden Gewerkschaften entweder ganz ausgelöscht oder schwer unterdrückt.
11. Geringschätzigkeit gegenüber Intellektuellen und der Kunst: Faschistische Regimes neigen dazu, offene Feindschaft gegenüber höherer Bildung zu befördern oder zu tolerieren. Es ist nicht ungewöhnlich daß Professoren oder andere Akademiker zensiert oder sogar verhaftet werden. Der freie Ausdruck der Kunst und Literatur wird offen angegriffen.
12. Zwanghafte Beziehung zu Verbrechen und Bestrafung: Unter faschistischen Regimes hat die Polizei fast eine unbeschränkte Macht, Gesetze durchzusetzen. Die Leute sind oft bereit, im Namen des Patriotimus über Machtmißbrauch der Polizei hinwegzusehen und geben selbst bürgerliche Freiheiten auf. Oft gibt es in faschistischen Staaten eine nationale Polizei mit fast unbegrenzter Macht.
13. Fortschreitende Vetternwirtschaft und Korruption: Faschistische Regimes sind fast immer von befreundeten Gruppen und Verbünden regiert, die sich gegenseitig an die Machtpositionen bringen. Sie benutzen Regierungsautorität, um ihre Freunde vor Rechtfertigung zu schützen. Es ist in faschistischen Regimes nicht ungewöhnlich, daß Regierungsführer sich nationale Ressourcen aneignen oder geradeheraus stehlen.
14. Erschlichene Wahlen: Manchmal sind Wahlen in faschistischen Staaten kompletter Betrug. Im anderen Fall sind Wahlen von Schmierenkampagnen gegen gegnerische Kandidaten begleitet – oder sogar von Mord an Oppositionskandidaten. Die Gesetzgebung wird bemüht um Wahlbezirksgrenzen oder Wahlergebnisse zu manipulieren, sowie die Medien. Typischerweise benutzen faschistische Staaten das Rechtswesen, um Wahlen zu steuern oder zu manipulieren.
Aus: ratical.org
oder hier
Nachsatz: Ich halte die USA für einen Staat, der bereits 2/3 auf dem Weg zu einem faschistischen Staat ist.
http://de.youtube.com/watch?v=RjALf12PAWc&NR=1
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Andreas Delleske am 27. November 2007, 22:41